Eine Serie von Schaufensterausstellungen für Videokunst
kuratiert von moment collective
Das Wort „Fremde“ bezeichnet nicht nur Personen, die in Regionen weit entfernt von ihrer ursprünglichen Herkunft leben, sondern auch Menschen, die als abweichend vom Vertrauten – z. B. von einer gesellschaftliche Gruppe – wahrgenommen werden. Die Unterscheidung von Eigenem und Fremdem ist eine Grunderfahrung des Menschen.
Das Projekt the stranger ist ein Versuch, sich mit einer individuellen künstlerischen Perspektive dem psychologischen Hintergrund der menschlichen Fremdheitsgefühle anzunähern. Das Thema Fremde und seine weiteren Auswirkungen im sozialpolitischen Umfeld werden in dem Projekt stark fokussiert und in einer künstlerischen Auseinandersetzung bearbeitet.
Unter dem Projekttitel the stranger werden jeweils zwei Künstler:innen aus verschiedenen Ländern eingeladen, sich mit dem Thema Fremde zu beschäftigen. Die Ergebnisse sollen im Rahmen einer Serie von Schaufensterausstellungen gezeigt werden.
Im Austausch werden vier österreichische und in Österreich lebende Künstler:innen Arbeiten zu diesem Thema in den Ländern der eingeladenen Künstler:innen ausstellen, auch dort im selben Format der Schaufensterausstellungen.
Ein Schaufenster ist ein Zwischenraum, der :innen und Außen miteinander verbinden kann und steht hier als Synonym für die oft divergierende innere (eigene) und äußere (Fremd-)Wahrnehmung und Befindlichkeit von Menschen in der Fremde.
Das Fremdsein wird ebenso durch diese spezielle Ausstellungsform in den künstlerischen Prozess miteinbezogen und thematisiert: Menschen, die vor Ort als fremd definiert werden, begeben sich in eine Situation der öffentlichen Darstellung genau dieser Problematik.